The 1920 Antiquities Ordinance of Palestine and the date 1700 for Antiquities: New Discoveries
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Abstract
Das Antikengesetz ('Antiquities Ordinance') von 1920 war für die Archäologie in Palästina während der britischen Mandatszeit von großer Bedeutung. Das Gesetz hatte über viele Jahre hinweg großen Einfluss auf die Altertumsgesetzgebung in Jordanien und Israel nach 1948. Dieses Gesetz ist bisher kaum erforscht worden, abgesehen von einem Detail - der Festlegung des Jahres 1700 n. Chr. für die Definition von Antiquitäten. Auf der Grundlage zahlreicher, bisher unveröffentlichter Dokumente aus verschiedenen Archiven erörtert dieser Aufsatz die komplexe Entstehungsgeschichte des Antikengesetzes von 1920. Im Gegensatz zum derzeitigen wissenschaftlichen Konsens wurde es von vielen Akteuren (Historikern, Archäologen, Rechtsexperten, Politikern und Militärs) geschaffen, die seit 1918 in Ägypten, Palästina, Großbritannien und auf den internationalen Friedenskonferenzen nach dem Ersten Weltkrieg tätig waren. Das Gesetz war ein Kompromiss zwischen dem Wunsch, Ausgrabungen, Handel und Export von Ausgrabungsfunden zu ermöglichen (zum Nutzen westlicher Institutionen) und dem Wunsch, Fundstätten zu schützen und Fundstücke in Palästina zu behalten (zum Nutzen der lokalen Bevölkerung). Die Jahreszahl 1700 n. Chr. war keine Maßnahme gegen den Schutz des spätosmanischen Erbes der Region, sondern eine vertretbare Entscheidung zu einer Zeit, als der Fachbereich der historischen Archäologie noch nicht existierte.
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